Einsatzberichte u. Nachrichten

Aktuelle Meldungen der Kreisfeuerwehr und der Feuerwehren im Landkreis Leer...

Lebensretter sind nur 5cm groß


Bei einem Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst in Weener in der Nacht zu Samstag hat sich wieder einmal gezeigt wie wichtig auch kleine Geräte für den Schutz der Einsatzkräfte sind.


In einem Mehrfamilienhaus war es, aus noch unbekannten Gründen zum Austritt von Kohlenmonoxid gekommen. Ein Gas, welches in der Regel durch eine unvollständige Verbrennung entsteht. Das tückische daran, Kohlenmonoxid (kurz: CO) ist geruchslos. Der Rettungsdienst wurde alarmiert, weil zwei Personen im Haus plötzlich kollabiert waren.


Als die Retter die Wohnung betraten schlugen ihre „kleinen Lebensretter“ Alarm. Die Folge war ein großer Feuerwehreinsatz bei dem neun Personen aus dem Haus gerettet werden konnten.


Glücklicherweise tragen inzwischen alle Einsatzteams bei Rettungsdienst in Leer ein solches Gerät bei sich. Und auch in vielen Feuerwehren haben die „CO-Warner“ Einzug gehalten. Nicht jeder Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau trägt ein solches Gerät aber mindestens der Einsatzleiter oder die Gruppenführer, die zum Erkunden in alle Bereiche vorgehen, haben einen Melder dabei.


Aber auch zu Hause kann man sich schützen. Mit einem Kohlenmonoxid Warnmelder. Ähnlich einem Rauchmelder, nur das dieser an der Wand und nicht an der Decke montiert wird. Diese Art von Melder ist nicht in jedem Raum erforderlich, sollten aber dort, wo Kamine oder die Heizungsanlage stehen installiert sein, um bei der Entstehung von Kohlenmonoxid frühzeitig gewarnt zu werden.


Das eingeatmete CO gelangt über die Lunge in den Blutkreislauf. Dort heftet es sich an das Hämoglobin in den Erythrozyten (rote Blutkörperchen). Dort dockt sich eigentlich der Sauerstoff an. Kohlenmonoxid bindet sich bis zu 300x stärker an das Hämoglobin als O2. Dies hat zur Folge, dass nicht genügend Sauerstoff transportiert wird und somit eine Unterversorgung entsteht. Je nachdem wieviel Kohlenmonoxid in welchem Zeitraum eingeatmet wurde können unterschiedliche Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Bewusstseinstrübung bis hin zur Bewusstlosigkeit auftreten. Im schlimmsten Fall kann der Tod eintreten.



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