Ereignisreiches Jahr 2018 für die Feuerwehren der SG Jümme


SG Jümme - In seinen Jahresberichten auf den Jahreshauptversammlungen der Feuerwehren für die SG Jümme konnte der Gemeindebrandmeister Gerold Zwick auf ein turbulentes und ereignisreiches Jahr 2018 zurückblicken.

Anfang des Jahres wurde der durch die Verwaltung beauftragte Feuerwehrbedarfsplan durch den Rat der SG Jümme beschlossen. Damit hat die Verwaltung für die nächsten Jahre eine Planungsgrundlage für die Investitionen in den Feuerwehren. Ein gutes Zeichen im Endbericht des Feuerwehrbedarfsplanes war sicherlich, dass die Feuerwehren in der SG Jümme bereits gut aufgestellt sind. Die beschriebenen Maßnahmen wie Ersatzbeschaffungen für alte Feuerwehrfahrzeuge und der Um-/Neubau des Feuerwehrhauses in Lammertsfehn waren nicht sehr verwunderlich.

Ein weiterer großer Meilenstein war die Verabschiedung des langjährigen Gemeindebrandmeisters Lothar Müller nach 18 Dienstjahren als Gemeindebrandmeister in der SG Jümme.


Einsatzmäßig war das Jahr 2018 für die Feuerwehren sehr anspruchsvoll und die Kameradinnen und Kameraden waren im Jahr 2018 zu 100% mehr gefordert. Dieses gebührt großen Dank und Anerkennung für alle Kameradinnen und Kameraden, die sich dafür eingesetzt haben und ehrenamtlich diese Aufgabe neben Beruf, Familie und sonstigen Verpflichtungen wahrnehmen.

Dieser Einsatz der ehrenamtlichen Kräfte scheint auch nicht ganz an der Verwaltung und bei den Bürgerinnen und Bürgern in der SG Jümme vorbeigegangen zu sein. Bei seiner Auftaktrede zum Neujahrsempfang im Rathaus hat der Samtgemeindebürgermeister Johann Boelsen diesen großen Einsatz der Feuerwehren ganz klar hervorgehoben und wurde mit einem tosenden Applaus bestätigt.

Im Jahr 2018 wurden die Feuerwehren 187 Mal alarmiert, im Jahr 2017 waren es 94 Alarmierungen, aufgeschlüsselt in 104 Brandeinsätze, 47 technische Hilfeleistungen sowie 36 Fehlalarme.

Es musste die gesamte Bandbreite an möglichen Einsätzen abgearbeitet werden. Von kleinen Flächenbränden im Sommer bis zu großen Vollbränden von Gebäuden, Unterstützung der Polizei bei Personensuchen, Türöffnungen und bis zu schweren Verkehrsunfällen.

Zu erwähnen sind die Einsätze am 26.07.2019 wo die Feuerwehren im Zeitraum von 02:00 Uhr nachts bis 16:00 Uhr 3 x zu unterschiedlichen Brandeinsätzen alarmiert wurden. Derartige Einsätze sind sehr belastend und oftmals schwer mit dem Beruf zu vereinbaren. Jedoch wurde auch diese Aufgabe mit Bravour gemeistert.

Auch im Bereich der technischen Hilfeleistung mussten die Feuerwehren mehrmals ihre Fähigkeit unter Beweis stellen. Bei zwei LKW-Unfällen und einen PKW-Unfall auf der A 28 mussten die Fahrer bzw. Beifahrer aus ihren Fahrzeugen mit Rettungsgeräten befreit werden. Bei dem PKW-Unfall ist anzumerken, dass die Alarmierung über das fahrzeuginterne Notfallsystem ausgelöst wurde. Der Fahrer ist leider tödlich verunglückt. Aufgrund der unübersichtlichen Einsatzstelle wäre der Unfall des Fahrzeugs sicherlich ohne die automatische Notfallmeldung nicht so schnell gemeldet worden.

Gefordert wurden die Feuerwehren auch beim großen kurzen heftigen Sturm Ende Juli. Besonders hat der Sturm in Nortmoor ganze Arbeit geleistet. Die Feuerwehren waren die ganze Nacht im Einsatz um Sturmschäden zu beseitigen. Ein großer Baum auf einem Wohnhaus wurde gemeinsam mit den THW beseitigt.


Die Mitgliederzahlen in den Feuerwehren in der SG Jümme entwickeln sich mit 167 Mitgliedern sehr positiv. Auch konnten einige Quereinsteiger dazu gewonnen werden.

Auch im Bereich der Jugendarbeit wird hervorragende Arbeit geleistet. In den beiden Jugendfeuerwehren Nortmoor und Detern sind 39 Mitglieder verzeichnet. Die Kinderfeuerwehr Nortmoor verfügt über 22 Mitglieder.

Die Jugendarbeit ist eines der wichtigsten Aufgaben und Fundamente in unseren Wehren und wird durch ganz hervorragende Arbeit der Jugend-Kinderwartinnen und Jugend-Kinderwarten geleistet.

Derzeit befindet sich die Reaktivierung der vor einigen Jahren aufgelösten Jugendfeuerwehr Filsum im Aufbau. Angestrebt ist eine gemeinsame Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren Filsum und Lammertsfehn im Bereich der Jugendarbeit. Die ersten Gespräche diesbzgl. wurden bereits geführt.

Text: Gerold Zwick / Bilder: Kreisfeuerwehr Leer

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