6000 Löscheimer in Westoverledingen


Die Feuerwehren in Westoverledingen gehen einen ungewöhnlichen Weg um in der Bevölkerung nach neuen Mitgliedern zu werben. In einer Nacht- und Nebelaktion wurden rund 6000 rote Eimer mit der Aufschrift „Haushalts-Löschkübel“ vor den Haustüren vieler Einwohner verteilt.


„Müssen wir bei einem Feuer jetzt selbst zu Schlauch und Wassereimer greifen?“ Diese oder ähnliche Fragen werden durch die Köpfe vieler Westoverledinger gegangen sein, als im Morgengrauen vor ihrer Wohnungstür einen roten Eimer mit der Bezeichnung „Haushalts-Löschkübel“ vorgefunden haben.

Rund 6.000 Haushalte in Westoverledingen haben am Samstag, 2. Dezember 2017, einen roten Löschkübel vor Ihrer Haustür gefunden. Die Eimer wurden in einer „Nacht- und Nebelaktion“ von den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr verteilt. Die Eimer wurden in den Bezirken derjenigen Feuerwehren verteilt, die mittelfristig Verstärkung in ihren Mannschaften benötigen. In den Eimern ist sind scherzhaft-provokativ gemeinte Anweisungen für den Brandfall enthalten:

1. Brand melden 2. Ca. 10 Minuten abwarten 3. Keine Feuerwehr vor Ort 4. Wenn Feuer zu groß: Nachbarn informieren, Kübelkette bilden!

Die Aktion soll Menschen die Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit der Feuerwehrleute in Erinnerung rufen. „Die Feuerwehr lebt vom freiwilligen Mitmachen!“; betont Gemeindebrandmeister Heino Veenekamp. „Deshalb wollen wir mit der Aktion darauf hinweisen, dass die Feuerwehr ihre wichtige Arbeit zukünftig nur fortsetzen kann, wenn sich genügend Menschen finden, die mitmachen“, so Veenekamp weiter.

Momentan könne man sich mit Sicherheit auf die Feuerwehr verlassen. Eine Löschkette mit Plastikeimern sei aufgrund derzeit noch stabiler Mitgliedszahlen nicht zu befürchten. Der demographische Wandel lässt allerdings auch die Feuerwehren nachdenklich werden. Auch die Statistiken zeigen, dass die Feuerwehrleute älter und auf Dauer weniger werden. Umso wichtiger ist es, frühzeitig zu reagieren und die Menschen in Westoverledingen daran zu erinnern, dass eine Feuerwehr keine Selbstverständlichkeit ist.


Ein Unglücksfall, bei dem schnelle Hilfe gefragt ist, kann jeden treffen. Darum sollte auch jeder sich selbst fragen, ob und wie sie oder er die Feuerwehr unterstützen kann. Nachzulesen ist dies auch in dem Flyer, der in jedem Löschkübel liegt und das Anliegen erklärt. Die Kontaktdaten des jeweiligen Ortsbrandmeisters und auch der Jugendabteilungen sind abgedruckt.

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