Landwirtschaftlicher Betriebsgebäudebrand in Filsum


Filsum - In der Nacht zu Montag wurden zunächst die Feuerwehren aus Filsum und Nortmoor und Lammertsfehn zu einem Schuppenbrand in die Bahnhofsstraße nach Filsum gerufen. Ein LKW-Fahrer hatten um 01:20 Uhr das Feuer entdeckt und über den Notruf gemeldet.

Wenig später waren die ersten Kräfte vor Ort. Der vermeintliche Schuppen war eine landwirtschaftlich genutzte Halle und u.a. Maschinen und große Mengen Heu gelagert waren. Sofort wurde die Alarmstufe erhöht und mit dem Gemeindealarm alle Feuerwehren der Samtgemeinde Jümme nach Filsum alarmiert.

Mit einer Riegelstellung konnte ein weiteres Gebäude, in dem diverse Kälber untergebracht waren geschützt werden. Ein Kalb verendete dennoch trotz des erfolgreichen Eingreifens. Die Wasserversorgung musste zunächst über mehrere hundert Meter aufgebaut werden.

Da in der brandbetroffenen Halle bereits viele Heuballen und Maschinen in Brand standen war das Löschen nur von außen möglich. Ein massiver Löschangriff gegen die Flammen wurde eingeleitet. In der Halle befanden sich zudem noch rund 1000 Liter Diesel in einem Fass. Auch dieses konnte vor einer Durchzündung erfolgreich gehalten werden. Die Löscharbeiten wurden mit großen Mengen Schaum weitergeführt. Dennoch waren die Löscharbeiten wegen der großen Mengen gepressten Heu langwierig. Gegen 3 Uhr wurde deswegen der Fachzug Logistik der Kreisfeuerwehr zur Verpflegung der Einsatzkräfte alarmiert. Etwa 100 Feuerwehrleute waren vor Ort.

Die Löscharbeiten zogen sich bis zum Vormittag hin. Die Halle und auch die landwirtschaftlichen Geräte und Maschinen darin wurden nahezu vollständig zerstört. Wie es zu dem Feuer gekommen ist, ermittelt jetzt die Polizei, die schon in der Nacht mit ersten Ermittlungen begonnen hatte. Bei dem Einsatz wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt.

++ 18.09.2017 - 01:20 ++ ++ Filsum - Bahnhofsstraße ++

NACHTRAG:

Während die meisten Einsatzkräfte am Morgen und am Vormittag aus dem Einsatz herausgelöst werden konnten, waren Feuerwehrleute aus Filsum noch bis zum späten Nachmittag mit vereinzelnten Nachlöscharbeiten beschäftigt.

Die Polizei hat ihre Ermittlungen am Tage noch weitergeführt, ausserdem musste eine Spezialfirma anrücken, die kontaminiertes Löschwasser aufgenommen hatte.

Leider muss die Zahl der verendeten Tiere nach oben korrigiert werden. Zwei Kälber sind durch den Brand ums Leben gekommen. Beide Tiere befanden sich direkt am Übergang zwischen Halle und Stallung und haben vermutlich zu viel Rauch eingeatmet.

#Jümme #Gebäudebrand #Einsatzbericht

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